Kalender

Wiederkehrende Veranstaltungen


Eiche pflanzen:

Das "Eiche pflanzen" wurde auf Anregung von Oberkreisdirektor Dr. Klaus Lemke ins Leben gerufen. Am 13. April 1984 versammelten sich die ehemaligen Gifhorner Könige um eine "Königseiche" zu pflanzen. Der amtierende Gifhorner Stadtkönig (Hans-Joachim Plagge) spendete eine Eiche, die an der Flutmulde (Sportzentrum) gepflanzt wurde. Inzwischen ist man aus Platzgründen in den Schlosspark ausgewichen. Seit 2001 werden die Königseichen am Haferberg gepflanzt.
Vor der Pflanzaktion schießen die Könige unter sich den König der Könige aus. Dieser Brauch wurde 1977 von Horst Calberlah eingeführt. Teilnehmer dieser Veranstaltung sind ausschließlich der amtierende König, die ehemaligen Könige sowie die Kommandos beider Gifhorner Schützenkorps (BSK und USK).

Überbringen der Königsscheibe:

KönigsscheibeAm Abend vor dem Schützenausmarsch kündigt sich hiermit das Gifhorner Schützenfest an. Auch diese Veranstaltung ist den ehemaligen Königen und den Kommandos vorbehalten.
PrilopDie Scheibe von Otto Prilop ist die älteste noch erhaltene Königsscheibe in Gifhorn. Sie stammt aus dem Jahre 1935. Schützenkönig war der damalige Major. Die Scheibe zeigt noch, wie früher üblich, ein Jagdmotiv.

Fricke Die Scheibe von Wilhelm Fricke ist eine Besonderheit. Während des 2. Weltkrieges und in der Zeit der Alliertenbesatzung war jeglicher Schießbetrieb verboten und es fanden keine Schützenfeste statt. Das letzte Schützenfest vor dieser Zeit wurde 1939 gefeiert, danach ging es erst 1950 weiter. So kam es, dass der König von 1939 - Wilhelm Fricke - elf Jahre lang Gifhorner Majestät blieb. Auf seiner Scheibe kann man nun sehen, was seitdem für alle Scheiben gilt: Sie zeigen keine allgemeinen Jagdmotive mehr, sondern werden speziell auf den König abgestimmt bemalt. Wilhelm Fricke war "Ackerbürger". Genauso war man früher mit den Silberplaketten der alten Königskette verfahren, auch hier weist jede Plakette auf den Stifter hin.
Bei jeder USK-Veranstaltung kommen die Scheiben zu neuen Ehren, sie werden von der Fahnengruppe aus ihren Kisten geholt und im Schützensaal aufgehängt.

Schützenausmarsch:

AusmarschZwei Wochen vor dem Schützenfest läutet er unsere Fünfte Jahreszeit ein.
In der Vergangenheit wurde das Gifhorner Schützenfest um Pfingsten herum gefeiert, auch der Ausmarsch fand um diese Zeit statt, daher der Name Pfingstausmarsch.
Nachdem das Gifhorner Landwehrbataillon 1815 an der Schlacht bei Waterloo teilgenommen hatte, wurde das Schützenfest in die Woche des 18. Juni, dem Jahrestag der Schlacht, verlegt.
Beim Ausmarsch ist frühes Aufstehen angesagt, bereits um 6.00 Uhr wird am Schillerplatz angetreten. Nach dem Marsch durch die Stadt endet der Zug zunächst auf dem Schützenplatz wo Exerzierübungen für das bevorstehende Schützenfest durchgeführt werden, schließlich will man ja eine gute Figur machen. Anschließend marschiert das Korps in die Stadthalle (unseren Schützensaal) wo im Rahmen der Kleinen Generalversammlung Ehrungen und Beförderungen ausgesprochen werden.
Seit 2009 findet im Rahmen des Schützenausmarsches auch die Siegerehrung des Kompanievergleichschießens statt. Gewertet werden jeweils die 15 besten Schützen jeder Kompanie. Auch die Ehrung der Korpsmajestäten erfolgt hier und die Adjutantenpokale werden überreicht.

Gifhorner Schützenfest:

Träger unseres Schützenfestes ist nicht wie meist üblich der Schützenverein, sondern die Stadt Gifhorn. Daher sind Bürgermeister und Rat der Stadt eng ins Schützenfest eingebunden.

Mittwoch
Ab 15.30 Uhr findet das Ständchenspielen statt. Hierbei bedenken die Musikkapellen den noch amtierenden Schützenkönig, den Bürgermeister, die Ratsdamen und Ratsherren, sowie die Offiziere beider Schützenkorps. Abends wird zur Einstimmung in vielen Zügen das traditionelle Säbelputzen - auch "Schützenfest-Heiligabend" genannt - gefeiert.

Donnerstag
Ab 08.00 Königsfrühstück mit dem "alten König". Anschließend erfolgt das Abholen des Majors, verbunden mit der ersten Feierlichkeit, der Majorsbowle. Diese Veranstaltung ist dem König und seinen Andermännern, den Komandos, dem Rat der Stadt Gifhorn und geladenen Gästen vorbehalten.
9.15 Uhr wird vor den Sälen angetreten, es folgt der Umzug zum Markplatz, wo das Schützenfest  durch den Bürgermeister um 10.15 Uhr offiziell eröffnet wird.
Nach dem gemeinsamen Singen der deutschen Nationalhymne beginnt der erste Umzug durch die Stadt. Früher verteilten dabei die Gifhornerinnen Rosen aus ihren Vorgärten an die Schützen. Dieser alte Brauch lebt wieder auf, seit im Namen der Aller-Zeitung Rosen verteilt werden, die die Schützen dann an ihr Revers heften.
Nach der Marschpause bis 13.00 Uhr wird auf dem Markplatz an angetreten um dann zur Masch zu marschieren. Dabei wird ein wichtiger Umweg in Kauf genommen, es wird die Eiche auf dem Grundstück der Liedtkeschen Mühle umrundet. Wichtig deshalb, weil nur wer diese Umrundung gemacht hat, auch auf die Königsscheibe schießen darf. Dies ist eine von mehreren Bedingungen, die die vermeintlichen Könige erfüllen müssen.
Auf der Masch angekommen eröffnet um 15.00 der Bürgermeister das Schießen auf die Königsscheibe, ihm folgt der noch amtierende König. Parallel dazu findet das Königsessen beim USK statt.
Bis 20.00 dauert das Königschießen an. Nach der Auswertung bekommt der neue König die Königskette der Stadt Gifhorn umgelegt. Anschließend erfolgt gegen 20.45 die Proklamation des Gifhorner Schützenkönigs und seiner Andermänner vor den Schützensälen unter den Eichen.
Es folgt der letzte Umzug des Tages: Den Fackelzug anführend marschiert der neue König durch die Stadt bis zum Marktplatz. Damit sind die Feierlichkeiten des Tages aber keineswegs beendet, es folgen noch der Königsumtrunk im Lesesaal der Stadtbücherei (Altes Rathaus) , sowie die Kaffeetafel, zu der der neue König einlädt.

Freitag
Auch der Freitag beginnt mit einem Königsfrühstück, nun aber mit der neuen Majestät. Er lädt zur Erdbeerbowle. Antreten ist um 10.15 Uhr auf dem Marktplatz und nach dem Umzug durch die Stadt folgt die Marschpause. Um 13.15 Uhr wird wiederum angetreten, der Zug marschiert zur Masch wo auf dem Schießstand der Kampf um die Freitagswiese und den Flatower Pokal eröffnet wird. Teilnahmeberechtigt sind alle Schützen, die am Vortag auch auf die Königsscheibe geschossen haben.

FreitagswieseBereits 1661 ist von einer Schützenwiese die Rede, die der beste Schütze als Siegespreis für ein Jahr abernten konnte. Auch ein Bericht von 1710, dessen Sinn es war die Braunschweigisch-Lüneburgische Regierung über die Vergünstigungen der Gewinner des Scheibenschießens zu informieren, spricht von einer Wiese:
Sein zwey Wiesen, als eine große und eine kleine, die Schützen- Wiesen genanndt, vorhanden, davon hat derjenige, so den Besten Schuß gethan, die große Wiese das Jahr frey geerntet [...]
Ausgeschossen wird die Wiese auch heute noch, allerdings bekommt der Gewinner keine Wiese mehr zur Verfügung gestellt. Der Preis wird in bar von der Stadt ausgezahlt. Und es ist auch nicht mehr automatisch der König der diesen Preis erringt, die Freitagswiese wird extra ausgeschossen.

Der bei diesem Wettbewerb Erstplazierte erringt die Freitagswiese und damit einen Geldpreis. Der Zweitplazierte erhält den Flatower Pokal. Innerhalb des USK gibt es in diesem Rahmen einen weiteren Wettbewerb: Der beste Schütze unseres Korps erhält die 1977 von Horst Calberlah gestiftete Kette des Wiesenkönigs.

Parallel dazu findet ab 14.00 Uhr das Königsessen beim BSK statt. Dabei werden dem neuen König und den Andermännern Silberteller zum Andenken überreicht. Bis 1815 oblag der Ausschank beim Scheibenschießen der Stadt Gifhorn. In diesem Jahr aber änderte man das und der Ausschank wurde einem Festwirt übergeben. Für das ihm jetzt zustehende Schießgeld verlangte man eine Gegenleistung:
Pächter muß 4 Zinnern Schüsseln, welche 6 Reichstaler Convent-Münze werth seyn, geben, nemlich eine große Kumpen-Schüssel und 3 flache Schüsseln.
Der Wirt war so für die Beschaffung der Schießpreise zuständig. Inzwischen verteilt man keine "Zinnern Schüsseln" mehr, sondern überreicht am Schützenfestfreitag dem König und seinen drei Andermännern Silberteller zur Erinnerung. Auch macht das nicht mehr der Festwirt, sondern der Bürgermeister, denn die Teller werden heute wieder von der Stadt Gifhorn gestiftet.

Der Freitag Abend steht ganz im Zeichen des großen Schützenballs. Gegen 21.00 Uhr wird  der Tanz durch den neuen König eröffnet.

Samstag
Der Samstag gehört den Kindern. Um 13.00 Uhr ist Antreten auf dem Schillerplatz und dann folgt der Umzug durch die Stadt. An der Masch angekommen wird um 14.00 Uhr das Königschießen und Preisschießen eröffnet. Gleichzeitig beginnen zahlreiche Spiele und Vergünstigungen für die Kinder. Im Vorfeld kann man die "Kindernadeln" erwerben, die zur Teilnahme berechtigen.
Gegen 17.00 Uhr erfolgt zunächst die Preisverteilung im Bürgerschützensaal und um 17.30 Uhr werden die neuen Gifhorner Kindermajestäten unter den Eichen proklamiert. Es folgt der Umzug über den Schützenplatz zur Stadthalle, wo bei Eis und Limo der Königsumtrunk gefeiert wird.

Sonntag
Antreten um 14.00 Uhr auf dem Marktplatz, um 14.30 Uhr beginnt der große Festumzug. Durch die Beteiligung vieler Gifhorner Vereine bietet er jedes Jahr wieder ein schönes und buntes Bild. Der Umzug (übrigens der längste Marsch von allen) endet bei den Schützensälen wo der Nachmittag mit einer gemütlichen Kaffeetafel abgerundet wird. Im Rahmen dieser Veranstaltung findet die Proklamtion des Gewinners von Freitagswiese und Flatower Pokal statt.
Am Abend treffen die Schützen sich zum letzten Mal an der Stadthalle zum gemütlichen Beisammensein mit Tanz. Gegen 23.00 Uhr klingt das Schützenfest mit dem großen Feuerwerk aus. Aber nur um eine kurze Pause zu machen, denn auch der Lustige Sonntag gehört noch zum Gifhorner Schützenfest

Lustiger Sonntag:

Samstag
Er gehört noch zum Schützenfest. Erst das Ausschießen der Gifhorner Damenkönigin und des Jungschützenkönigs beendet zwei Wochen nach dem Schützenfest die "Fünfte Jahreszeit".
Ausschießen der Damenkönigin und des Jungschützenkönigs ab 14.00 Uhr auf dem Schießstand.

Sonntag
13.15 Uhr Antreten am Bahnhof Gifhorn Stadt. Danach Umzug durch die Stadt vor die Schützensäle. Und nun kommts drauf an: Stammt die neue Damenkönigin aus dem USK, so wird in die Stadthalle marschiert, stammt sie vom BSK, so marschiert man in den Bürgerschützensaal. Anhand der Marschrichtung kann also bereits festgestellt werden, aus welchem Korps die neue Majestät kommt.
Um 14.00 erfolgt dann die Proklamation der Damenkönigin mit ihren drei Prinzessinen und des Jungschützenkönigs mit seinen drei Rittern. Im Anschluss folgt die Kaffeetafel im Schützensaal, währenddessen findet die Preisverteilung des Königsteiler-Schießens statt und damit geht schließlich das Schützenfest zuende.