175 Jahre 2. Kompanie

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Text und Fotos: KDO

Die Geschichte

Manch einer wird sich fragen, wieso ist die 2. Kompanie eigendlich jünger als das USK? Denn das hatte schon vor drei Jahren sein 200-jähriges Jubiläum feiern können. Die Antwort findet sich in der Entstehungsgeschichte des Vereins. Zur Gründung im Jahr 1823 hatte man rund vierzig Mitglieder, die in zwei Divisionen aufgeteilt waren. Division war der damalige Begriff für die heutigen Züge. Inzwischen versteht man im militärischen Sprachgebrauch darunter etwas viel größeres. Der Begriff kommt, wie so vieles in der deutschen Sprache, aus dem Lateinischen und bedeutet Teil eines größeren Ganzen.

Immer wenn rund zwölf neue Mitglieder dazu gekommen waren, gründete man eine neue Division. Das war erstmals 1829 der Fall, als der 3. Zug aufgestellt wurde. Zehn Jahre später, war es der 4. Zug, der der Kompanie zugefügt wurde. Es sollte weitere acht Jahre dauern, ehe der 5. Zug gegründet wurde. Schon im nächsten Jahr (1848) entstand der 6. Zug. Nun bestand also die Kompanie aus sechs Zügen (Divisionen). Da man sich aber in der Vereinsstruktur an militärischen Vorbildern orientierte, beschloss man die Kompanie in zwei Teile aufzuteilen. So entstand am Ostersonntag des Jahres 1851 die 2. Kompanie. Der Verein nannte sich fortan Bataillon und der Kommandeur bekam den Rang eines Majors.

Die Feier

Fast auf den Tag genau wurde am vergangenen Sonnabend (18.04.) das Ereignis der Gründung in der Stadthalle gefeiert. Neben vielen Mitgliedern der Kompanie, die inzwischen um den Jugendzug (Gründung 1966) und den Damenzug (Gründung 1976) erweitert wurde, waren Abordnungen aller USK-Züge, sowie Abordnungen vieler Vereine, zu denen freundschaftliche Beziehungen bestehen, gekommen, um das Ereignis gebührend zu feiern.

So konnte der Kompanieführer Jörg Mayer, neben dem amtierenden König der Stadt  Gifhorn, Wilfried Albrecht, den Majestäten aus den Zügen und Kompanien, dem kompletten USK-Kommando auch Abordnungen aus:

  • Fallersleben
  • Meine
  • Ummern
  • Vorsfelde
  • Wilsche
  • Winkel

begrüßen. Hier gibt es über die Züge, oder auch über die Kompanie selbst, teilweise schon langjährige Verbindungen und Freundschaften.

Grußworte

überbrachten:

 der erste Kreisrat Dominik Meyer zu Schlochtern der in Vertretung für den Landrat Philipp Raulfs gekommen war.

der Bürgermeister der Stadt Gifhorn, Matthias Nerlich.

Beide hoben den hohen Stellenwert des Schützenwesen im Allgemeinen und im Besonderen in der Stadt Gifhorn hervor. Gibt es doch hier schon seit dem Mittelalter eine enge Verzahnung. So zollten beide dem Umstand, dass die 2. Kompanie solch ein hohes Alter vorweisen kann, ihren Respekt für das, was in den vielen Jahren des Bestehens geleistet wurde, und immer noch geleistet wird.

Auch der Vorsitzende des Kreisschützenverbandes Gifhorn hob die Bedeutung des Schützenwesens hervor, besonders aber die Bedeutung der 2. Kompanie innerhalb des USK hervor, wo sie ein integraler Bestandteil ist.  

Der 1. Vorsitzende des USK Gifhorn gratulierte der 2. Kompanie zu ihrem Jubiläum und zeigte auf, dass hier besonderes geleistet werde, nicht zuletzt durch den Umstand, das hier sowohl der Jugendzug als auch der Damenzug eine Heimat gefunden haben. Beide können dieses Jahr auch ein rundes Jubiläum feiern.

Als letzter Redner ergriff Karsten Krause in seiner Eigenschaft als Kompanieführer der 3. Kompanie das Wort. Er überbrachte aus die besten Grüße und Wünsche der 1. Kompanie, deren Kompanieführer, Oliver Koch, in seiner Eigenschaft als Kreisverbandsvorsitzender gesprochen hatte.

Bei guten Gesprächen und schöner Hintergrundmusik von DJ Marc Jendrollik verging die Zeit bis zum gemeinsamen Abendessen viel zu schnell.

Lichtpunktschießen

Der Jugendzug nutzte die Gelegenheit, sich bei den vielen Gästen und Vereinsmitgliedern vorzustellen. Das taten sie mit einem kleinen Wettbewerb um zwei Wanderpokale, die im Verlauf des Nachmittags ausgeschossen wurden. Zum Einsatz kamen dabei die Lichtpunktanlagen vom BSK und USK. Ein Pokal ist für die Erwachsenen Kompaniemitglieder vorgesehen, der andere für die jugendlichen Mitglieder. Die Proklamation wurde von Piet Henke vom Jugendzug vorgenommen. Piet war wie immer in seinem Element, wenn er ein Mikrofon in der Hand hat,  läuft er zu Höchstleitungen auf. Der Kompanieführer Jörg Mayer durfte ihm assistieren. Die Ergebnisse des Schießens liefern wir noch nach. Auch die Gäste durften sich am Schießen beteiligen, für sie gab es drei Preise „für die Hüften“.

Böllerleuchten

Foto: Bastian Till Nowak

Ein Höhepunkt des Abends war sicher das von den „Gifhorner Löwen“ dargebotene Böllerleuchten am Stadthallenkreisel. Zehn Böllerschützen der Gruppe, die für alle Schützinnen und Schützen aus Gifhorn und Umgebung offensteht, feuerten ihre verschiedenen Hand- und Schaftböller ab. Was im Dunkeln sehr eindrucksvoll ist, weil man zum Knallen der Böller auch den Feuerblitz wahrnehmen kann, den man bei Tageslicht kaum sieht. Je nach Größe der Pulverladung kann der 2 bis 3 Meter lang sein. Auch ein Standböller kam zum Einsatz, was wegen der großen Pulverladung, die damit entzündet werden darf, besonders effektiv ist. Da die Wurzeln dieser Gruppe in der 2. Kompanie liegen, lag es nahe, einen Beitrag zur Jubiläumsfeier zu leisten.